Mein wunderschönes Dirndl zu tragen, gab es viel zu wenige Gelegenheiten. Ich wollte doch aber Trachtenstoffe auch im Alltag anziehen können und stellt mir deshalb einen Rock vor, der den täglichen Anforderungen mit drei kleinen Kindern gewachsen war.

Also machte ich mich an die Arbeit. Die ersten Röcke entstanden in auf meiner Nähmaschine. Ich nähte für mich, auf meinen Geschmack und meine Figur zugeschnitten –  heraus kam der erste Rockmacherin-Rock: Eine breite Passe, den Faltenwurf etwas unterhalb der weiblichen Hüftzone angesetzt (figurschmeichelnd ;-)), an der Seite zu knöpfen. Ich konnte in verschiedenen Mustern und Materialien wie Loden, Seide und Leinen schwelgen und meine Freude ausleben, besondere Knöpfe zu finden oder Farben ungewöhnlich zusammenzustellen.

Das Ergebnis war eine neue Version des Trachtenrockes, hochwertig in Material und Verarbeitung, ein Lieblingsstück durch die einzigartige Mischung aus Tradition und Moderne.

Freundinnen und Bekannte waren so begeistert, dass ich zu Beginn sie mit Röcken versorgte. 2013 präsentierte ich die ersten selbst genähten Exemplare auf dem Textilmarkt in Benediktbeuern, was sich als Startschuss zum Unternehmen Rockmacherin herausstellte. Völlig überraschend, fragte damals nämlich das erste Modegeschäft an – ich sollte eine ganze Kollektion erstellen. So hat es damals angefangen.

Da die Röcke sich keineswegs nur auf Tracht festlegen lassen, halten sie auch allmählich in Modegschäften Einzug. Ich finde, dass jede Frau mit dem Rockmacherin-Rock überall genau richtig angezogen ist – auch in Hamburg.